Salzkristalle züchten

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In der Natur dauert es mehrere Tausend Jahre, bis sich schöne Kristalle gebildet haben. Mit diesem einfachen Experiment können Kinder und Erwachsene innerhalb einer Woche ihre ganz eigenen Salzkristalle züchten.

Es wird benötigt:
– ein großer Becher aus Plastik oder ein Glas mit breiter Öffnung
– drei Zahnstocher
– ein wenig Wolle und Blumendraht
– ein Schaschlikspieß aus Holz
. rund 300 Gramm Kalium-Aluminium-Sulfat, kurz auch Kali-Alaun genannt
– rund 300 ml Wasser

Das Kali-Alaun ist in jeder gut sortierten Apotheke zu finden. Kindern können problemlos selbst Salzkristalle züchten. Allerdings sollte beim Kochen und dem Umgang mit Kali-Alaun stets ein Erwachsender zugegen sein.

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Schritt Nr. 1:

Besonders schön sieht das Salz Kristalle züchten aus, wenn sie die Form eines Sterns ergeben. Hierzu ist ein entsprechendes Gerüst notwendig, das ganz einfach selbst gebastelt werden kann. Die drei Zahnstocher werden in der Mitte zusammengelegt, wobei jedoch keine der Enden aufeinander liegen sollten. Mit Hilfe des Drahts wird das Gestell nun verbunden, sodass die abstehenden Spitzen insgesamt 6 Zacken bilden.

Schritt Nr. 2:

Die Strahlen des Sterns müssen sorgfältig mit der Wolle umwickelt werden. Es ist wichtig, stets von außen zur Mitte zu arbeiten. Zum Schluss noch eine Schlaufe bilden, durch die das Ende des Fadens gezogen wird. Der restliche Faden wird abgeschnitten, wobei ein kleines Stück überstehen sollte, um den Stern hieran aufzuhängen.

Schritt Nr. 3:

Nun wird der Schaschlik Spieß quer über den Becher oder das Glas gelegt. Der Wollfaden muss fest an den Spieß geknotet sein. Wichtig ist, dass der Stern weder den Boden, noch die Wand berührt, da sich die Salzkristalle sonst nicht bilden können.

Schritt Nr. 4:

Im Anschluss wird das Wasser in einem Kochtopf zum Kochen gebraucht, das Alaun wird nach und nach dazu gegeben. Es ist wichtig, sorgfältig zu rühren damit sich das Salz vollständig auflöst. Jedoch Vorsicht! Bei Alaun handelt es sich um ein Salz, das reizend für die Schleimhäute ist. Am besten während des Kochen die Fenster öffnen und Durchzug erzeugen!

Schritt Nr. 5:

Die noch warme Lösung wird zu dem Stern gegossen und an einen sicheren Ort gestellt. Das Glas darf nicht umfallen oder für neugierige Nasen zugänglich sein. Wichtig ist, dass der Ort gleichbleibend warm ist. Ein Fensterbrett ist ungeeignet, da durch das nicht vollständig isolierte Fenster Temperaturschwankungen möglich sind. Zusätzlich ist es wichtig, dass der Becher vollkommen ruhig steht. Kristalle benötigen Ruhe, um wachsen zu können. Rücken und Rütteln stören sie jedoch. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass Kinder keine Salzkristalle züchten können. Daher gilt, auch wenn es schwer fällt: Die Kristallzucht ruhen lassen und keine neugierigen Blicke hineinwerfen!

Schritt Nr. 6:

Der letzte Schritt ist simpel, wie schwierig zugleich. Nachdem das Salzwasser im Becher und ein geeigneter Ort gefunden sind, heißt es warten, warten, warten. Bis sich die ersten glitzernden Zacken der Kristallzucht gebildet haben, kann mehr als eine Woche vergehen. Um Salzkristalle züchten zu können, sollte der Becher mindestens 10 Tage ruhen können. Diese Zeit benötigen die Alaunteilchen, um sich an die Wolle zu heften und dort für die typischen Kristalle zu sorgen. Wer mit dem Salzkristalle züchten zufrieden ist, kann den Stern am Draht vorsichtig aus dem Becher heben. Wie groß die Zacken der Kristallzucht werden, hängt – wie bereits erwähnt – von der eigenen Geduld ab. Je länger gewartet wird, desto größer sind die Kristalle.

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